piglit
Einstellungstests für was auch immer...
von
am 25.01.2009 um 11:42 (1176 Hits)
So, nun hatte ich also das zweifelhafte Vergnügen an einem solchen „Einstellungstest“ teilnehmen zu dürfen.
Da bekam ich sogar zwei Einladungen für. Eine mit dem Inhalt, dass ich eines Tages zu diesem Test erscheinen darf, und einen Zweiten wann ich dann dort sein soll.
Der besagte Test sollte nun am Lehrstuhl für Chemie in München stattfinden. Also machte ich mich am vorgesehenen Tag auf den Weg. Und nach München zu kommen ist von hier aus schon eine kleine logistische Meisterleistung – besonders wenn man mit den geliebten öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.
Also ab zum Bahnhof, und zweimal umsteigen bis man es immerhin bis in die Münchener Innenstadt geschafft hat, nur um dann festzustellen, dass der nächste Anschluss in der Realität natürlich ganz anders ist, als im Fahrplan.
Aber geschafft hab ich es schon noch rechtzeitig zur TU, immerhin.
Auf der Suche nach dem Saal in dem ich mein Können unter Beweis stellen sollte, schloss ich mich mit einem weiteren Bewerber zusammen. Praktischerweise konnte der mir auch genau erklären was gefragt ist, und wie mit den Aufgaben umzugehen sei, dank seiner Erfahrung, genau den selben Einstellungstest erst vor wenigen Wochen bei einem anderen Unternehmen gemacht zu haben.
Bestens vorbereitet stapfte ich also mit flauem Gefühl in dem Chemiesaal, zusammen mit vierzig ähnlich geplagten, um dort festzustellen, dass ich mir auch den ganzen Stress mit dem Test und dem Bewerben sparen hätte können, wenn ich alternativ doch studieren würde.
Aber egal, was muss, dass muss. Ab dafür. Und so bekam erst einmal jeder Anwesende eine sogenannte „Bewerbernummer“, denn bei mindestens vierhundert Bewerbern für fünfzehn Ausbildungsberufe fehlt sonst der Überblick.
Und dann ging es auch schon los mit diversen Aufgabenblöcken die in fünf bis sechs Minuten zu bewältigen waren. Diese Blöcke beinhalteten so allerlei von Bildchen vergleichen über diverse Matheaufgaben bis hin zu einer Rechtschreibprüfung. Der Versuch der Leiterin des Ganzen, die doch angespannte Atmosphäre mit Witzchen aufzulockern, fruchtete, wunderlicherweise kaum.
Nach einer guten Stunde voller solch netten Aufgaben hatte ich es dann geschafft. Entlassen wurden wir dann mit den Worten: „Ihr werdet das Ergebnis des Tests sowieso nie zu Gesicht bekommen, die Ausbilder sehen den Testbogen auch nie.“
Da bleibt natürlich die Frage zurück, warum man überhaupt sich überhaupt dorthin bequemt hat. Die Antwort hierauf ist ganz einfach-weil sie die Besten der Besten der Besten wollen. Aber was dieser Test nun über meine Eignung zum Tierpfleger aussagt, dass ist mir noch immer schleierhaft.
Der liebe Mensch mit dem ich mich vorab schon unterhalten hatte war so freundlich auf mich zu warten, und es stelle sich heraus, dass meine Leistung vergleichsweise ganz passabel zu sein scheint.
Und das anschließende Gespräch verkürzte mir ein Stück des Heimwegs.
Ja und nun heißt es hoffen einer der Besten der Besten der Besten zu sein, und nochmals die achtzig Kilometer bis zu Uni zurücklegen zu dürfen, um sich zum wiederholten Mal unter Beweis zu stellen.










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